Der Euro - Ist Er zu stark, bist Du zu schwach !
Vor über neun Jahren wurde der Euro als offizielles Zahlungsmittel in elf EU-Staaten eingeführt. Die Einführung der neuen Währung verursachte bei den Deutschen ein Gefühl der Angst, Ihre starke D-Mark zu verlieren und einer "weichen" Währung ausgeliefert zu sein. Irland, Portugal, Spanien und auch später Griechenland (ab 2oo1) hofften endlich auf eine stabile Währung um sich von der chronischen Inflation der eigenen nationalen Währung befreien zu können.
Die Angst der Deutschen wurde schnell genommen und auch die Hoffnungen der südlichen Euro-Länder wurden zunächst erfüllt. Endlich brauchte niemand mehr in der Euro-Zone lästige Devisen umzutauschen um im Ausland Waren einzukaufen. Verluste durch Währungsschwankungen gehörten fortan der Vergangenheit an. Alle Güter und Dienstleistungen innerhalb der Eurozone waren von nun direkt preislich vergleichbar. Die Deutschen konnten Ihre Forderung durchdrücken, das der Euro hart blieb und im Verhältnis zum Dollar sogar noch härter wurde. Sie wußten aus Ihrer eigenen Wirtschaftsgeschichte, das eine harte Währung nur durch wirtschaftlichen Erfolg, Effizienz und Leistung garantiert werden konnte. Alles andere führte zu einer schleichenden und manchmal auch galoppierenden Inflation. Um die Konkurrenzfähigkeit der Deutschen Wirtschaft zu gewährleisten, setzte ausgerechnet die sozialdemokratische SPD mit Beteiligung der Grünen die härtesten Arbeits- und Sozialmarktreformen
durch, welche die BRD seit Ihrer Gründung erlebt hatte. Die sogenannte "Agenda 2010" zeigte dann auch ab Mitte der 2000er-Jahre erste Blüten und auf dem Deutschen Arbeitsmarkt ging es parallel mit dem wirtschaftlichen Aufschwung aufwärts. Der Preis war der reale Lohnverzicht der deutschen Arbeitnehmer was letztlich zur Abwahl der ersten rot/grünen Regierung führte.
Die südlichen Euro-Staaten, die nicht mit der deutschen Wettbewerbsfähigkeit mithalten konnten, merkten spätestens mit der Finanzkrise, das der Euro für Sie doch zu hart war, um den wirtschaftlichen Abstand zu Kerneuropa einzuholen. Korruption, Mißmanagement der Regierungen und fehlende politische Weitsicht führten schließlich zur aktuell immer weiter zuspitzenden Schuldenkrise. In all den Heilsversprechen und Hoffnungen der Euro-Befürworter hatte schlicht keiner daran gedacht, das die Eurozone aus mehreren Staaten bestand, die nicht nur geografisch, sondern auch wirtschaftlich weit auseinander lagen. Keiner hatte an eine Exit-Strategie gedacht oder ein Worst-Case-Szenario erarbeitet. Das, was bei modernen Großprojekten zu zentralen Punkten in der Analyse gehört, nämlich das Risikomanagement, wurde bei der Euro-Einführung schlicht verschlafen. Der Euro ist ein Produkt der Eurokraten, nur leider gibt es keine Produkthaftung für politische Projekte und somit kann a
uch niemand zur Rechenschaft gezogen werden.
Der aufmerksame Wähler kann daraus nur lernen und beim nächsten Großprojekt auch nach dem Risikomanagement fragen. Die Stuttgart-21-Gegner haben es bereits vorgemacht.
Die Angst der Deutschen wurde schnell genommen und auch die Hoffnungen der südlichen Euro-Länder wurden zunächst erfüllt. Endlich brauchte niemand mehr in der Euro-Zone lästige Devisen umzutauschen um im Ausland Waren einzukaufen. Verluste durch Währungsschwankungen gehörten fortan der Vergangenheit an. Alle Güter und Dienstleistungen innerhalb der Eurozone waren von nun direkt preislich vergleichbar. Die Deutschen konnten Ihre Forderung durchdrücken, das der Euro hart blieb und im Verhältnis zum Dollar sogar noch härter wurde. Sie wußten aus Ihrer eigenen Wirtschaftsgeschichte, das eine harte Währung nur durch wirtschaftlichen Erfolg, Effizienz und Leistung garantiert werden konnte. Alles andere führte zu einer schleichenden und manchmal auch galoppierenden Inflation. Um die Konkurrenzfähigkeit der Deutschen Wirtschaft zu gewährleisten, setzte ausgerechnet die sozialdemokratische SPD mit Beteiligung der Grünen die härtesten Arbeits- und Sozialmarktreformen
durch, welche die BRD seit Ihrer Gründung erlebt hatte. Die sogenannte "Agenda 2010" zeigte dann auch ab Mitte der 2000er-Jahre erste Blüten und auf dem Deutschen Arbeitsmarkt ging es parallel mit dem wirtschaftlichen Aufschwung aufwärts. Der Preis war der reale Lohnverzicht der deutschen Arbeitnehmer was letztlich zur Abwahl der ersten rot/grünen Regierung führte.
Die südlichen Euro-Staaten, die nicht mit der deutschen Wettbewerbsfähigkeit mithalten konnten, merkten spätestens mit der Finanzkrise, das der Euro für Sie doch zu hart war, um den wirtschaftlichen Abstand zu Kerneuropa einzuholen. Korruption, Mißmanagement der Regierungen und fehlende politische Weitsicht führten schließlich zur aktuell immer weiter zuspitzenden Schuldenkrise. In all den Heilsversprechen und Hoffnungen der Euro-Befürworter hatte schlicht keiner daran gedacht, das die Eurozone aus mehreren Staaten bestand, die nicht nur geografisch, sondern auch wirtschaftlich weit auseinander lagen. Keiner hatte an eine Exit-Strategie gedacht oder ein Worst-Case-Szenario erarbeitet. Das, was bei modernen Großprojekten zu zentralen Punkten in der Analyse gehört, nämlich das Risikomanagement, wurde bei der Euro-Einführung schlicht verschlafen. Der Euro ist ein Produkt der Eurokraten, nur leider gibt es keine Produkthaftung für politische Projekte und somit kann a
uch niemand zur Rechenschaft gezogen werden.
Der aufmerksame Wähler kann daraus nur lernen und beim nächsten Großprojekt auch nach dem Risikomanagement fragen. Die Stuttgart-21-Gegner haben es bereits vorgemacht.
Der Thrakier - 20. Jun, 16:52